Glaubwürdigkeit in Zeiten von Fake News

Glaubwürdigkeit in Zeiten von Fake News

In Zeiten von Fake News stellt sich auch bei Informationen über Unternehmen die Frage, wie wir Fakten von Fiktion unterscheiden. An wen wenden sich die Deutschen für verlässliche Informationen zu Unternehmen und Marken? Die Authenticity-Gap-Studie zeigt, dass die Skepsis gegenüber offiziellen Informationskanälen steigt. Stattdessen sind Freunde, Familie und Kollegen für 30% die erste Anlaufstelle. Direkt danach, mit 29%, folgen Mitarbeiter von Unternehmen, sie stehen für ehrliche, authentische Antworten. Die offiziellen Sprecher der Unternehmen – die Vorstände und Geschäftsführer – haben dagegen ein Glaubwürdigkeitsproblem: Mit nur 9% liegen sie nur knapp vor dem Schlusslicht in Sachen Glaubwürdigkeit, den Politikern (6%).

Auch wenn Freunde, Familie und Kollegen persönlich glaubwürdig sind, für ihre Social Media Präsenz gilt das weitaus weniger: Nur 14% halten die Kanäle des eigenen Umfelds für eine vertrauenswürdige Quelle. Wie kommt diese Diskrepanz zustande? Die Gründe mögen vielschichtig sein. Das Wissen, dass viele Informationen ungeprüft geteilt werden, und die Tendenz, Dinge zu überhöhen, mögen zwei davon sein.  Die Massenmedien Print und TV sind dagegen etwas glaubwürdiger, mit jeweils 17%.

Mitarbeiter, die ungenutzten Helden

FleishmanHillard Authenticity Gap: Vertrauen in CEOs und Mitarbeiter

Wenn es um Unternehmensnachrichten geht, sind Mitarbeiter mehr als 3x glaubwürdiger als ihre Chefs.

Im internationalen Vergleich sieht es etwas anders aus: Kanada und UK haben ähnlich niedrige Werte bei Social Media; hier vertraut aber jeweils rund ein Viertel den Printmedien oder TV. In den USA vertrauen ebenfalls 25% den Printmedien, allen Fake News Angriffen zum Trotz. Social Media liegt mit 23% aber nur knapp dahinter. Spitzenreiter bei Social Media ist China mit 34%. Insgesamt haben Medien in China weniger ein Glaubwürdigkeitsproblem: Auch hier vertraut rund ein Viertel den Printmedien und sogar 36% dem Fernsehen.

All dies macht Glaubwürdigkeit zu einer relevanten Dimension bei der Wahl der Kommunikationskanäle und der Sprecher.

Klassische Medien vor Social Media

FleishmanHillard Authenticity Gap: Vertrauen in Medienquellen

Zumindest in puncto Glaubwürdigkeit erleben Print und TV eine Renaissance und liegen leicht vor den Social Media Kanälen des persönlichen Umfelds.

An Social Media scheiden sich die Geister

FleishmanHillard Authenticity Gap: Vertrauen in Social Media nach Ländern

Chinesen und Amerikaner vertrauen den Social Media Kanälen ihres Umfelds weitaus öfter als Deutsche, Briten und Kanadier.

Whitepaper Authenticity Gap 2017/18

Erfahren Sie mehr über die Ergebnisse des Authenticity Gap 2017/18 im Whitepaper „Authenticity in an uncertain world“. Diese senden wir Ihnen gerne kostenfrei als PDF per E-Mail.